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Wasser - Technik der Entsäuerungsanlage

Entsaeuerungsanlage

Nach dem Inkrafttreten der Trinkwasserverordnung 1991 mit der darin verankerten Vorschrift, den pH-Wert des abgegebenen Wassers auf den pH-Wert der Calciumcarbonatsättigung einzustellen und innerhalb festgesetzter Grenzwerte zu halten, wurde die alte Entsäuerungsanlage den Anforderungen nicht mehr gerecht. Bei den regelmäßig durch das Gesundheitsamt durchgeführten Untersuchungen kam es immer wieder zu Beanstandungen.

Da in einigen anderen Ortsteilen der Stadt Uslar, in denen ebenfalls Entsäuerungsanlagen mit dem Verfahren wie in Eschershausen betrieben werden, die gleichen Probleme auftraten, entschlossen sich die Stadtwerke, in Eschershausen eine neue Entsäuerungsanlage für das aus dem Ital entnommene Wasser zu bauen.

Die neue Entsäuerungsanlage wurde für eine Durchsatzleistung von 180 m³/h bemessen. Sie ist damit in der Lage rd. 80% der Bevölkerung des Stadtgebietes zu versorgen.

Das Wasser aus den Italquellen und der Quelle "Fuhrmannschen Eiche" wird über eine 2300 Meter lange Rohrleitung mit einem Durchmesser von 300 mm der Entsäuerungsanlage zugeleitet.

Nach dem Eintritt in das Bauwerk wird die durchfließende Wassermenge gemessen. Anschließend durchströmt das Wasser eine Entkeimungsanlage, die auf der Basis von ultraviolettem Licht arbeitet (UV-Anlage).

So vorbehandelt, durchfließt das Wasser die sechs Filterbehälter. Diese werden paralell durchströmt und sind mit Filtermaterial gefüllt, das die in dem Quellwasser enthaltene freie Kohlensäure bindet.

Entsaeuerungsanlage

Bei diesem Vorgang wird das Filtermaterial nach und nach verbraucht. Der Verbrauch ist umso größer, je mehr Kohlensäure das Wasser enthält und je mehr Wasser die Anlage durchfließt.

Die Durchströmung der Filter erfolgt vertikal von oben nach unten. Im unteren Teil der Filterbehälter ist jeweils ein Bodenblech mit Filterdüsen eingebaut, die dafür sorgen, daß kein Filtermaterial mit dem Wasser ausgetragen werden kann.

Das jetzt entsäuerte Wasser tritt am Boden der Filterbehälter in einer Rohrleitung aus, fließt in eine Sammelleitung, durchströmt eine weitere UV-Entkeimungsanlage und wird als Reinwasser, das den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht, über die Versorgungsleitungen den Verbrauchern zugeleitet.

Durch den erwähnten Verbrauch des Entsäuerungsmaterials entsteht Unterkorn, das die in der Materialschicht vorhandenen Hohlräume auffüllt und damit den Filterwiderstand erhöht.

Bei der im Abstand von ein bis zwei Wochen durchzuführenden Rückspülung der Filter wird dieses Unterkorn zusammen mit möglicherweise vorhandenen Verunreinigungen der Quellen (Sandpartikel) aus den Behältern herausgespült.

Hierzu wird im Spülwasserbehälter vorgehaltenes Reinwasser mit einer Pumpe in einer Menge von 425 m³/h von unten durch den Düsenboden eines Filterbehälters in das Filtermaterial gedrückt. Dabei werden Unterkorn und Schmutzteilchen nach oben herausgeschwemmt und über eine Rohrleitung in den Spülabwasserbehälter geleitet, aus dem es mit einer Pumpe in den Schmutzwasserkanal gefördert wird. Die Leistung dieser Pumpe beträgt 60 m³/h und ist der Aufnahmefähigkeit des Schmutzwasserkanals angepaßt.

Entsaeuerungsanlage

Zur Überwachung der Anlage werden die wichtigsten Daten, wie pH-Wert, Durchflußmenge, Funktionsfähigkeit der UV-Entkeimungsanlagen sowie Störmeldungen zu den Stadtwerken in Uslar übertragen.

Durch die erwähnte Zehrung des Entsäuerungsmaterials entsteht Unterkorn, das die in der Materialschicht vorhandenen Hohlräume auffüllt und damit den Filterwiderstand erhöht.

Bei der im Abstand von ein bis zwei Wochen durchzuführenden Rückspülung der Filter wird dieses Unterkorn zusammen mit möglicherweise vorhandenen Verunreinigungen der Quellen aus den Behältern herausgespült.

Hierzu wird im Spülwasserbehälter vorgehaltenes Reinwasser mit einer Pumpe in einer Menge von 425 qm/h von unten durch den Düsenboden eines Filterbehälters in das Filtermaterial gedrückt. Dabei werden Unterkorn und Schmutzteilchen nach oben herausgeschwemmt und über eine Rohrleitung in den Spülabwasserbehälter geleitet, aus dem es mit einer Pumpe in den Schmutzwasserkanal gefördert wird. Die Leistung dieser Pumpe beträgt 60 qm/h und ist der Aufnahmefähigkeit des Schmutzwasserkanals angepaßt.

Unmittelbar vor Durchführung des Spülvorgangs wird das dichtgelagerte Entsäuerungsmaterial im Behälter mit Druckluft aufgelockert, so daß Verunreinigungen leichter herausgespült werden können.

Der komplette Spülvorgang wird für jeden Behälter einzeln von Hand am Steuerpult eingeleitet und läuft dann automatisch gesteuert ab. Die Betätigung der Armaturen erfolgt hierbei über Krankolbenantriebe, die mit einer Druckluftanlage pneumatisch angesteuert werden.

Zur Überwachung der Anlage werden die wichtigsten Daten, wie pH-Wert, Durchflußmenge, Funktionsfähigkeit der UV-Entkeimungsanlagen sowie Störmeldungen zu den Stadtwerken in Uslar übertragen.